Wichtige Highlights:
- Schrittweise Weiterentwicklung der Skill-Reife basierend auf Geschäftsprioritäten
Unternehmen sollten klein anfangen und skalieren – wobei der Fokus zunächst auf Anwendungsfälle liegt, die direkt mit Geschäftsprioritäten verknüpft sind. Indem Unternehmen Skills schrittweise in HR-Prozesse einbetten, können sie sich zu einem vollständig skillbasierten Modell entwickeln, ohne ihre Teams zu überfordern. - KI zur Skalierung, Personalisierung und Aktualisierung von Skill-Strategien
KI automatisiert die Zuordnung von Skills, die Aktualisierung der Job-Architektur und die Analyse der Belegschaft und stellt sicher, dass Skill-Frameworks agil, datengesteuert und auf Markttrends abgestimmt bleiben. Dies ermöglicht personalisierte Lernpfade und eine proaktive Talentplanung in großem Umfang. - Einbindung der Mitarbeiter:innen durch klare Kommunikation und Unterstützung
Skill-Entwicklung gelingt, wenn die Mitarbeiter:innen das Warum und das Wie verstehen. Unternehmen müssen Mitarbeiter:innen mit transparenten Karrierepfaden, gezielten Entwicklungsressourcen und KI-gestützten Erkenntnissen einbinden, die ihnen helfen, sich so weiterzuentwickeln, dass sowohl ihre Karriere als auch das Unternehmen davon profitieren.
Einführung: warum die Skill-Transformation entscheidend ist
Die Bedeutung der Skill-Transformation kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Angesichts der digitalen Transformation, Automatisierung und Globalisierung ist die Notwendigkeit, Mitarbeiter:innen weiterzubilden und umzuschulen, dringlicher denn je.
„Da Skills zunehmend zur Währung der Arbeit werden, überdenken Unternehmen ihr Arbeitsmodell, um den Schwerpunkt von Arbeitsplätzen auf Skills zu verlagern“, sagt Ravin Jesuthasan von Mercer. „Die Führungskraft für Skill-Transformation ist zunehmend die Rolle, die diesen Wandel ermöglicht.“
Die Leitung von Initiativen zur Skill-Transformation stellt sicher, dass Unternehmen Learning und Weiterentwicklung (L&D), Talentmanagement und Personalplanung mit den Geschäftsanforderungen in Einklang bringen. Die Journey ist jedoch komplex und erfordert Change-Management, Technologieeinführung und das Engagement von Stakeholder:innen.
Bei Cornerstone haben wir Organisationen dabei unterstützt, ihren Transformationsprozess im Bereich der Skill-Entwicklung erfolgreich zu gestalten. Hier sind fünf strategische Schritte, um als Führungskraft im Bereich der Skill-Transformation erfolgreich zu sein und eine zukunftsfähige Belegschaft aufzubauen.
Definieren Sie Ihre treibende Motivation für die Skill-Transformation
Die Grundlage jeder Initiative zur Transformation von Belegschafts-Skills ist ein klarer, strategischer Zweck, der mit den Geschäftszielen übereinstimmt. Der treibende Zweck dient als Leitstern und lenkt Entscheidungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Skill-Transformation. Er hilft, das „Warum“ hinter Initiativen zur Skill-Entwicklung zu verdeutlichen, was es erleichtert, die Zustimmung wichtiger Stakeholder:innen, einschließlich der Managementebene und der Mitarbeiter:innen, zu gewinnen.
- Die wichtigsten Unternehmensziele identifizieren: Bestimmen Sie, wie ein skillorientierter Ansatz die Produktivität, Innovation und Talent-Mobility verbessern kann.
- Mit den Prioritäten des Führungsteams abstimmen: Sichern Sie sich die Zustimmung der Geschäftsleitung, indem Sie den Einfluss von Skill-Intelligence auf die Workforce Agility demonstrieren.
- Messbare KPIs festlegen: Verfolgen Sie den Erfolg anhand von Kennzahlen wie internen Mobilitätsraten, Zeit bis zur Produktivität und Mitarbeiterengagement in Upskilling-Programmen.
Bei der Festlegung dieses Zwecks ist es entscheidend, den einzigartigen Kontext und die Herausforderungen, denen das Unternehmen gegenübersteht, zu berücksichtigen.
Beispiele:
- Ein global tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen könnte sich auf KI- und Datenanalyse-Skills konzentrieren, um in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Unternehmen, die in stark regulierten Branchen tätig sind, könnten Skills im Bereich Compliance und Risikomanagement priorisieren.
- Schnelllebige Technologiebranchen könnten sich auf Innovation und fachliche Skills konzentrieren.
Entwickeln Sie Ihre Skill-Reife Schritt für Schritt weiter
Der Begriff „Skill-Reife“ bezieht sich auf das Ausmaß, in dem ein Unternehmen skillbasierte Praktiken entwickelt und in seine Abläufe und Kultur integriert hat. Viele Unternehmen, Führungskräfte und Praktiker:innen fühlen sich von der Komplexität der Skill-Transformation überfordert und glauben fälschlicherweise, dass sie alle Fragen auf einmal beantwortet haben müssen. Indem Skills schrittweise eingebettet werden, können Unternehmen überschaubare und realistische Wege zur Reife schaffen und gleichzeitig einen messbaren Geschäftswert liefern. Da Skills zur Grundlage der Arbeitsweise werden, können Unternehmen ihre Anwendungsfälle im Laufe der Zeit erweitern und so ihre Skill-Reife nachhaltig steigern.
Bewertung und Priorisierung von Skill-Use-Cases
Bewerten Sie regelmäßig die Skill-Reife im Unternehmen anhand etablierter Rahmenwerke, wie beispielsweise des Skills Use Case Framework von Cornerstone, um Stärken, Lücken und Wachstumschancen zu identifizieren. Anstatt zu versuchen, alles auf einmal zu lösen, sollten Unternehmen den geschäftskritischsten Skill-Anwendungen Priorität einräumen – jenen, die Talententscheidungen, die Workforce Agility und die Unternehmensperformance direkt verbessern.
Entwickelung einer abgestuften Strategie
Verfolgen Sie einen Crawl-Walk-Run-Ansatz – beginnend mit Skill-Use-Cases mit hoher Wirkung, bevor Sie zu einem vollständig skillbasierten Betriebsmodell übergehen. Statt von vornherein eine umfassende Skill-Transformation anzustreben, definieren Sie spezifische Anwendungsfälle mit überschaubarem Umfang, passendem Zeitrahmen und klarer Verantwortlichkeit.
Förderung von Führungskräften und Mitarbeitenden
Die Aneignung von Skills ist nicht nur eine Initiative der Personalabteilung – sie erfordert ein breites Engagement von der Führungsetage, Manager:innen und Mitarbeiter:innen. Organisationen sollten:
- Manager:innen mit KI-gestützten Erkenntnissen für skillbasierte Einstellung, Entwicklung und Mobilität ausrüsten.
- Mitarbeiter:innen klare Karrierepfade und personalisiertes Lernen bieten.
Integration von Skills in HR-Prozesse
- Recruiting und interne Mobilität: Stellen Sie Talente auf Basis von Skills ein, nicht nur nach Stellenbezeichnungen oder bisheriger Erfahrung.
- Performance und Karriereentwicklung: Wechseln Sie von rollenbasierten Beurteilungen zu skillbasierten Bewertungen und Karriereentwicklung.
- Learning und Weiterentwicklung: Richten Sie das Training an den wichtigsten Skill-Anforderungen von Unternehmen und Belegschaft aus.
Profi-Tipp: Unternehmen, die Skills schrittweise integrieren, anstatt von Anfang an eine umfassende Transformation anzustreben, erreichen eine höhere Akzeptanz und einen höheren Return on Investment.
Entwicklung einer skillbasierten Job-Architektur
Eine skillbasierte Job-Architektur bietet die Grundlage [PM1] (#_msocom_1), die Unternehmen benötigen, um Talente mit Geschäftsprioritäten in Einklang zu bringen. Indem Rollen mit kritischen und aufkommenden Skills verknüpft werden, können klare Karrierepfade entwickelt, die Personalplanung verbessert und die interne Mobilität gefördert werden. Im Gegensatz zu traditionellen Job-Frameworks, die auf statischen Beschreibungen beruhen, ermöglicht ein dynamischer, skillbasierter Ansatz Unternehmen, sich an verändernde Geschäftsanforderungen anzupassen, den Einsatz von Talenten zu optimieren und eine agilere Belegschaft zu fördern.
Hauptvorteile einer skillbasierten Job-Architektur:
- Stärkere Personalplanung – stimmen Sie das Talentangebot mit den sich wandelnden Geschäftsanforderungen ab.
- Klarere Karrierepfade – bieten Sie Mitarbeiter:innen Transparenz hinsichtlich ihrer Entwicklungsmöglichkeiten.
- Verbesserte Talent-Mobility – ermöglichen Sie den Wechsel zwischen Rollen basierend auf Skills, nicht nur auf Stellenbezeichnungen.
- Gerechtere Einstellung und Bezahlung – standardisieren Sie die Skill-Erwartungen für fairere Einstellungs- und Vergütungspraktiken.
- Bessere Abstimmung von Learning und Weiterentwicklung – identifizieren Sie Skill-Lücken und setzen Sie Upskilling-Maßnahmen effektiv ein.
Jedoch erfordern der Aufbau und die Aufrechterhaltung einer Skill-first-Job-Architektur im großen Maßstab mehr als nur manuellen Aufwand. Hier wird KI zu einem entscheidenden Enabler, der Unternehmen dabei unterstützt, ihre Job-Frameworks dynamisch und relevant zu halten.
Nutzen Sie KI für die Skill-Transformation
Während eine skillbasierte Job-Architektur Struktur bietet, verändert KI-gestützte Skill-Intelligence die Art und Weise, wie Unternehmen die Skills ihrer Belegschaft verwalten, entwickeln und optimieren. KI reduziert die Komplexität der Nachverfolgung von Skills, der Identifizierung von Lücken und der Ausrichtung von Talenten an sich wandelnde Geschäftsanforderungen, wodurch die Skill-Transformation skalierbar, anpassungsfähig und datengesteuert wird.
Wie KI die Skill-Transformation vorantreibt:
- Echtzeit-Skill-Insights – KI aktualisiert kontinuierlich Skill-Taxonomien und Jobs basierend auf Arbeitsmarkttrends und internen Daten.
- Automatisierte Job- und Skill-Zuordnung – hilft Unternehmen, Mitarbeitende mit den passenden Rollen und Projekten abzustimmen.
- Personalisierte Lernempfehlungen – identifiziert Skill-Lücken und schlägt gezielte Upskilling-Möglichkeiten vor.
- Zukunftsprognose für Skills – antizipiert aufkommende Anforderungen an Skills zur Unterstützung der Personalplanung.
Durch den Einsatz von KI können Unternehmen skillbasierte Strategien mühelos skalieren, um sicherzustellen, dass sie personalisiert, dynamisch und kontinuierlich aktualisiert bleiben. KI automatisiert die Identifizierung von Skills, verfolgt in Echtzeit den sich wandelnden Bedarf der Belegschaft und passt Learning- und Karrierepfade individuell an die Mitarbeiter:innen an, sodass Unternehmen dem Wandel immer einen Schritt voraus sind.
Die Belegschaft in die Skill-Vision einbinden
Eine erfolgreiche Skill-Transformation erfordert mehr als nur eine Strategie – sie verlangt die aktive Beteiligung und Zustimmung der Mitarbeiter:innen. Ohne Engagement werden selbst die am besten gestalteten Initiativen Schwierigkeiten haben, eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.
EIne klare und konsistente Kommunikation ist die Grundlage für das Engagement der Belegschaft. Führungskräfte müssen das Warum hinter der Skill-Transformation formulieren und aufzeigen, welchen Nutzen sie für die Mitarbeiter:innen, das Unternehmen und die Kunden hat. Ein gemeinsames Zielbewusstsein fördert Motivation und Engagement.
Unternehmen können das Engagement fördern durch:
- Feedback und Input von Mitarbeiter:innen – sammeln Sie regelmäßig Informationen über den Bedarf an Skill-Entwicklung und binden Sie diese in die Programmgestaltung ein.
- Aktive Beteiligung und Eigenverantwortung – fördern Sie Mitarbeiter:innen, ihre Entwicklung durch Training, Mentoring und projektbasiertes Learning selbst in die Hand zu nehmen.
- Kontinuierliche Unterstützung und Ressourcen – bieten Sie Zugang zu Learning-Tools, Coaching und digitalen Plattformen, um Wachstum zu fördern.
Der Aufbau einer Kultur des Engagements stellt sicher, dass sich die Mitarbeiter:innen wertgeschätzt fühlen und in ihre Skill-Journey eingebunden sind. Eine gut unterstützte Belegschaft ist eher bereit, Veränderungen zu akzeptieren, was zu höherer Beteiligung, größerer Arbeitszufriedenheit und besserer Performance führt.
Skill-Transformation ist ein fortlaufender Prozess
Eine erfolgreiche Skill-Transformation-Strategie stimmt mit den Geschäftsprioritäten überein, passt sich den Bedürfnissen der Belegschaft an und entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter. Dies erfordert ein strukturiertes Vorgehen mit klaren Zielen, Meilensteinen und verantwortlichen Stakeholder:innen. KI-gestützte Erkenntnisse können den Prozess verbessern, indem sie die Skill-Zuordnung automatisieren, zukünftige Bedürfnisse vorhersagen und Lernpfade personalisieren, wodurch die Transformation effizienter und skalierbarer wird.
Die Skill-Transformation ist keine einmalige Initiative – sie ist ein kontinuierlicher Zyklus des Learning, der Anpassung und der Innovation. Durch einen strategischen, iterativen Ansatz können Unternehmen eine Belegschaft, die optimal auf die Zukunft vorbereitet ist, aufbauen, die angesichts sich wandelnder geschäftlicher Herausforderungen und Chancen agil bleibt.


