Infografik

Infographic: How the public sector can adapt to COVID-19 and beyond

COVID-19 has impacted how the world works in deep and disruptive ways. Cornerstone surveyed public sector organizations to better understand how they’re responding to this crisis as well as what resources they need to accelerate adaptability.

Related Resources

Want to keep learning? Explore our products, customer stories, and the latest industry insights.

Soziale Isolation: Macht Corona die Menschen einsam?

Blogbeitrag

Soziale Isolation: Macht Corona die Menschen einsam?

Corona, Quarantäne, geschlossene Kindergärten und Schulen. Wer es gut hat, kann in diesen Tagen wenigstens zu Hause im Home Office arbeiten. Die Beschäftigung ist eine gute Alternative zum Gang auf die Straße, der angesichts von Sicherheitsabstand und Versammlungsverbot nur wenig Freude bringt. Doch Home Office bedeutet für viele, dass sie allein zu Hause sind. Was macht diese Form der permanenten sozialen Isolationen mit uns? Wie kann man damit im Berufsalltag umgehen? Weltweit wurden Remote Working und Home Office schon seit Jahren als Rückgrat der Arbeitswelt 4.0 gepriesen. Doch vor allem die Unternehmen in der DACH-Region haben hier stetig bei der Umsetzung gezögert. Während es in den Niederlanden bereits seit 2015 ein Gesetz gibt, welches die Telearbeit ausdrücklich erlaubt und damit fördert, glaubten deutsche Manager immer noch, dass sie ihre Mitarbeiter zu Hause nicht unter Kontrolle haben. Dabei zeigten immer mehr Studien auf, dass viele Mitarbeiter gerade bei der Arbeit von zu Hause überaus motiviert sind – gerade weil sie den Chefs demonstrieren wollen, dass sie daheim nicht auf der faulen Haut liegen und man sich auch aus der Ferne weiterhin auf sie verlassen kann. Grundsätzlich bietet Home Office viele Vorteile. So können nicht nur Bürokosten eingespart werden, sondern die Arbeitsprozesse an sich werden auch flexibilisiert und bringen im besten Fall sogar ganz andere Innovationen mit auf den Weg. Bereits vor Corona würden ohne mobiles Arbeitens häufiger Kollegen ausfallen, wenn sie zum Beispiel zu Hause ein krankes Kind pflegen oder daheim einen Termin des Schornsteinfegers wahrnehmen müssen. Mit Hilfe von Home Office sind gerade solche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch in solchen Situationen weiterhin produktiv. Und dennoch war die Zukunft des Arbeitens vielen Entscheidern nicht geheuer – bis die Corona-Pandemie kam. Innerhalb von einer Woche mussten mobile Lösungen her! Und erstaunlicherweise ist das extrem schnell gelungen. Die DACH-Region kann also nach wie vor äußerst flexibel sein, wenn die Umstände es verlangen. Psychischer Belastungstest für alle Menschen Die Maßnahmen im Zeichen der Corona-Krise haben indes dafür gesorgt, dass Firmen und Organisationen – wenn sie denn wirtschaftlich überleben wollen – nun ganz schnell auf Digitalisierung schalten müssen. Ab jetzt gilt: Arbeit und Weiterbildung vom heimischen Laptop aus! Und ironischerweise verläuft der Übergang relativ rasch. Aber noch überraschender ist der Umstand, dass man überhaupt keine Klagen seitens der Geschäftsleitungen in Deutschland hört, das Team erbringe von zu Hause aus keine Leistung mehr. Die so häufig beschworenen negativen Folgen des Remote Working und der digitalen Arbeitswelt sind wie erwartet ausgeblieben. Dafür beschleicht die Werktätigen nun eine ganz andere Herausforderung – mit der eigentlich so kaum jemand gerechnet hat. Bei all den Lobeshymnen muss man natürlich auch anmerken, dass jeder Mensch anders gepolt ist. Folglich ist das Arbeiten aus den eigenen vier Wänden nicht für jeden Mitarbeiter geeignet. Einigen fällt trotz Arbeitsauslastung die Decke auf den Kopf – anderen wiederum fehlt der sogenannte Flurfunk, wenn man rasch Ideen oder Konzepte mit dem Team im Büro austüftelt. Zusammengefasst: Diesen Menschen fehlt die Art der sozialen Interaktion. Das kommt nicht von ungefähr, denn auch hier gab es bereits vor der Corona-Krise Untersuchungen, die zeigten, dass Arbeiten im Home Office einsam und auf lange Sicht sogar krank machen kann. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Performance und Motivation der entsprechenden Kollegen aus. Auch dieses Problem trifft nun viele Werktätige durch die Corona-Krise; zusätzlich verstärkt durch die Gebote sich nicht mit Freunden und Familie zu treffen – und schon gar nicht draußen an der frischen Luft. Kinos und Clubs haben sowieso geschlossen. Konzerte und Messen abgesagt. Ja, sogar die Fußball-Europameisterschaft, der Eurovision Songcontest und die Olympischen Spiele in Tokyo wurden alle ins Jahr 2021 aufgeschoben. Einzige Ablenkungen sind Hobbys daheim oder Bücher lesen wie auch Fernsehen schauen – doch ausgerechnet jetzt wurde die Bundesliga pausiert und irgendwann hat man auch keine Lust mehr auf einen Netflix-Serienmarathon. All dies katalysiert bei vielen Menschen nur ein Gefühl: Die Sehnsucht sich mit anderen Personen zu treffen und zu betätigen, sei es sportlich oder kulturell. Das ist nicht einfach nur so lapidar daher gesagt, sondern bei vielen Menschen hat die mangelnde Bewegungsfreiheit zuweilen dramatische Folgen. In China als dem Epizentrum der Pandemie steigt die Scheidungsrate gerade an, besonders in den Gebieten, die unter besonders starker Quarantäne stehen. Auch in Deutschland und Europa könnte Corona zu einer psychischen Belastungsprobe für Paare und Familien werden. Und wenn man nun in dem ganzen Stress auch noch die Arbeit mit nach Hause nimmt, könnte es bei einigen Beziehungen ziemlich rappeln. Was also tun, um dem Lagerkoller entgegenzuwirken? Tipps gegen die soziale Abschottung Der Mensch an sich ist für gewöhnlich kein Einzelgänger. Wir haben schon immer in Gruppen oder Verbänden gelebt – die Höhle oder das Heim war dabei immer der Ort, an den man nach der Jagd oder heute der Arbeit zurückkehrte. Da diese Situation aufgehoben ist, darf man nicht zu passiv werden, sonst droht eine Depression. Stellt sich die Frage, für wen es schlimmer ist: Singles, die nun fast gar keine sozialen Kontakte pflegen dürfen? Oder Pärchen, die sich nur möglicherweise gegenseitig auf die Nerven gehen? Auch hier hängt die Antwort wieder vom jeweiligen Typ Mensch ab. Aber eines haben alle gemeinsam – über kurz oder lang darf man den Draht zu seinen Freunden und Kollegen nicht verlieren. Deshalb ein paar Tipps, wie man mit dem Home Office und Lagerkoller umgehen kann. Ziel ist es das Arbeitsumfeld optimaler zu gestalten und damit einen Ausgleich zu seiner Freizeit im eigenen Heim zu finden: Machen Sie sich positive Gedanken Klingt generisch, aber nehmen Sie die Botschaft mal beim Wort. Sie sollten die Situation nicht als Gefängnis begreifen, sondern sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, warum die Regierung Sie auffordert zuhause zu bleiben und Kontakte zu meiden. Durch Ihr Verhalten tragen Sie ja gerade dazu bei, dass die Pandemie schneller besiegt werden kann und Sie gefährden andere Menschen aus Risikogruppen nicht, da Sie das Virus nicht weitertragen können. Dafür brauchen Sie nur auf der Couch zu sitzen. Noch nie konnte man anderen Menschen leichter helfen. Halten Sie sich auf dem Laufenden, aber übertreiben sie es auch nicht! Wenn Sie den ganzen Tag die Nachrichten nebenherlaufen lassen, werden die schlechten Meldungen Sie nur stressen und im Zweifel auch depressiv machen. Lieber auch mal eine schöne Naturdokumentation oder einen neuen Film anschauen. Noch besser: Ein Buch lesen, da dies nachweislich besser entspannt als jegliche mediale Dauerberieselung. Hygiene nicht vernachlässigen Dies bezieht sich nicht unbedingt ausschließlich auf den Corona-Virus, sondern auch auf Ihren Tagesablauf. Schaffen Sie Routinen, um am Ball zu bleiben. Achten Sie auf Hygiene und versuchen Sie, sich so zu kleiden, als gingen Sie zum Casual Friday ins Büro. Es hat psychologische Auswirkungen auf Ihre Motivation, ob Sie frisch gewaschen und gut gekleidet an Ihrem Firmenlaptop sitzen oder zu struppig aussehen. Mental und körperlich fit bleiben Fordern Sie sich auch geistig, indem Sie ein kniffliges Videospiel zocken, welches Geschicklichkeit abverlangt oder lesen Sie auch hier ein packendes Buch. Jedenfalls etwas, das Ihre grauen Zellen in Wallung bringt und Sie nicht nur passiv konsumieren, wie eine weitere TV-Serie. Auch Sport sollte nicht zu kurz kommen. Das Internet ist derzeit voll von Anleitungen und Fitnesstipps für Home-Workouts. Social Media voll ausbeuten Zugegeben: Als Single können Sie nun mit der Dating-App Tinder wenig anfangen. Aber wofür gibt es Whatsapp, Facebook oder Instagram um heutzutage miteinander in Kontakt zu bleiben? Halten Sie Ausschau nach Alternativen Not macht erfinderisch. Viele Veranstalter satteln um in die Cloud. Sie müssen nicht komplett auf alles Gewohnte verzichten. Das Schließen der Lichtspielhäuser hat beispielsweise dazu geführt, dass nun Autokinos wieder ein kleines Revival haben. Interessant wird natürlich nach Überwindung der Krise die Analyse sein. Einerseits hamstern viele Menschen ohne Scham – andererseits bieten viele andere Personen nun alten Menschen und anderen Risikogruppen ihre Hilfe an. Rückt Deutschland nach der Corona-Krise näher zusammen oder heißt es nun „Jeder für sich“? Vielleicht sind wir bald schon schlauer. Fakt ist aber, dass die derzeitige Krise eine einmalige Chance bietet, die digitale Arbeitswelt nicht nur zu behaupten, sondern endlich auch voll zu entfalten. Also, bleiben Sie gesund.

Wann sind Arbeitsbedingungen wirklich flexibel?

Blogbeitrag

Wann sind Arbeitsbedingungen wirklich flexibel?

Nicht erst seit der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 stellt sich für viele Unternehmen die Frage nach der Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit. Aber gerade jetzt stehen Unternehmen vor der besonderen Herausforderung, wie sie mit dem Thema Homeoffice umgehen wollen. Es scheint eine große Unsicherheit in dieser Frage zu geben. Man rätselt, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück ins Büro geholt werden können und ob dies überhaupt als sinnvoll erscheint. Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Nun stelle man sich in einem kleinem Gedankenexperiment folgende Situation vor. Ein Unternehmen entschließt sich dazu, die Frage nach der Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort den Teams zu überlassen: „Ihr entscheidet selbst, wie Ihr die Dinge handhaben wollt und was für Euch als sinnvoll erscheint. Findet eine Regel für Euch und handelt danach. Wir erwarten nur, dass Ihr Euch irgendwie einigt“. Ein Team folgt dem Aufruf, stimmt sich ab. Unterschiedliche Aspekte werden in Erwägung gezogen und man kommt nach einer intensiven Debatte zu der gemeinsamen Einigung, dass alle Mitglieder des Teams jeden Tag von 9 bis 16 Uhr im Office erscheinen. Würden wir in diesem Fall von flexiblen Arbeitsbedingungen sprechen? Die Antwort lautet: Ja. Schließlich konnten die Mitglieder des Teams frei und flexibel entscheiden, wie sie es haben wollen. Die Antwort lautet aber zugleich: Nein. Offensichtlich haben hat sich das Team für feste Arbeitszeiten im Office entschieden. Was jetzt? Haben wir es hier mit einem Paradox zu tun? Die Lösung dieses logischen Problems liegt in der Unterscheidung zweier Arten von Regeln. Es gibt die Regel erster Ordnung. Sie beschreibt, wie die Dinge tatsächlich geregelt sind. Im hier beschriebenen Fall sind die Arbeitszeiten ganz offensichtlich fest geregelt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erscheinen jeden Tag von 9 bis 16 im Office. Dann gibt es die Regel zweiter Ordnung. Sie regelt, wer die Regeln wie aufstellt. In gewisser Weise ist dies eine Metaregel – eine Regel über den Umgang mit Regeln. Das klingt zugegebenermaßen etwas philosophisch, ist aber äußerst praktisch. Im hier beschriebenen Gedankenexperiment entscheiden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst über die Regeln. Es könnte auch die Geschäftsführung sein oder eine andere Autorität innerhalb des Unternehmens. Führt man diesen Gedanken fort, gelangt man zu vier, einfachen Konstellationen. Erstens, das Unternehmen entscheidet über die Arbeitsbedingungen und legt fest, dass die Mitarbeiter zu festen Zeiten an einem festen Ort sein müssen. Das ist die klassische, eher paternalistische Variante. Zweitens, das Unternehmen entscheidet über die Arbeitsbedingungen und räumt der Belegschaft ein hohes Maß an Selbstbestimmung ein – „Ihr könnt arbeiten wo und wann Ihr wollt“. Das wäre Arbeitsflexibilität nach Gutsherrenart. Die Mitarbeiter dürfen selbst bestimmten, weil es eine übergeordnete Autorität ihnen gnädig erlaubt. Drittens, die Mitarbeiter bestimmen selbst über die Flexibilität ihrer Arbeitsbedingungen und sie entscheiden sich für feste Arbeitszeiten und feste Arbeitsorte. Dies ist der im obigen Gedankenexperiment beschriebene Fall, eine Art selbstbestimmte Fixiertheit. Viertens, die Mitarbeiter bestimmten selbst über die Flexibilität ihrer Arbeitsbedingungen und sie entscheiden sich für Selbstbestimmtheit. Verfolgt man die öffentliche Diskussion rund um das Thema Arbeitsflexibilität und Homeoffice, dann scheinen die ersten beiden Konstellationen implizit im Raum zu stehen. Reflexartig geht man davon aus, dass das Unternehmen, der Betriebsrat oder irgendeine andere Autorität über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidet. Auf ihren Schultern ruht die Verantwortung. Was ergibt Sinn? Wie können wir (die Autorität) es den Mitarbeitern recht machen? Wie gehen wir mit der Vielfalt individueller Präferenzen um? Wo ist der gemeinsame Nenner? Auf diese Fragen gibt es allerdings keine Antwort, die für alle Betroffenen, einschließlich der Kunden und Lieferanten zufriedenstellend sein wird. Zu vielfältig sind die Rahmenbedingungen, die Aufgaben, Anforderungen, Lebenssituationen etc. Vermutlich kann man die Frage nach der richtigen und sinnvollen Flexibilisierung der Arbeit nicht für alle Mitarbeiter lösen, wenn man nur die Regel erster Ordnung in Betracht zieht. Entscheidend ist die Frage, wer, wie über die Regeln entscheidet, also die Regel zweiter Ordnung. Dies führt zu einer gänzlich anderen Diskussion und zu anderen Schlussfolgerung als das Problem, wie man Dinge am Ende für Alle gleichermaßen regeln soll. Einfach ist diese Diskussion nicht. Wollen wir es einfach den Mitarbeitern selbst überlassen oder braucht es eine Ansage „von oben“? Am Ende bedeutet echte Arbeitsflexibilität, die Arbeitsbedingungen den Teams zu überlassen, worauf immer sie sich einigen.

HR heute – Reicht der Obstkorb noch? Was müssen wir noch alles bieten?

On-Demand-Webinar

Video

HR heute – Reicht der Obstkorb noch? Was müssen wir noch alles bieten?

Im Zuge des an Dramatik zunehmenden Fachkräftemangels und befeuert durch die Erfahrungen während der Corona-Pandemie scheinen die Erwartungen der Mitarbeitenden an ihre Arbeitgeber drastisch zu steigen. Für Arbeitgeber stellt sich daher die brennende Frage, was sie bieten müssen, um Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten. Wir stellen Ihnen zusamnmen mit Prof. Dr. Armin Trost einen strategischen Rahmen vor, Ihnen hilft, sich im Wettrüsten um attraktive Arbeitsbedingungen zu positionieren: •Was bedeutet es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und wie sehr kommt es auf einzelne Aspekte, wie Homeoffice, Weiterbildungsmöglichkeiten, Gehalt, Führung etc. an? •Was müssen Arbeitgeber bieten und was dürfen sie fordern? •Wie authentisch sollte das Arbeitgeberversprechen sein, vor allem dann, wenn die Arbeitsbedingungen weniger attraktiv sind? •Welche Rolle spielen Lernen, Entwicklung und die aktive Gestaltung der Arbeitswelt durch die Mitarbeitenden? •Was ist die Rolle von HR und des Fachbereichs? Wie können die Verantwortlichkeiten beider Seiten balanciert werden? Nutzen Sie die Möglichkeit, um Impulse zur Gestaltung der neuen Arbeitswelt zu erhalten

Vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch

Sprechen Sie mit unseren Cornerstone-Expert:innen und erfahren Sie, wie wir Ihnen bei Ihren individuellen Anforderungen in puncto Personalmanagement helfen können.

© Cornerstone 2022
Impressum